Pilgerreise zum Holthof

Anfang April begab ich mich nichts ahnend auf Pilgerreise um mich mit Susann, der Gastgeberin des Holthofs zu treffen.

Ankunft Bahnhof Neubukow - 11 Uhr mittags. Sonnenschein und leichter Wind.

Herr Lorr von "Radmeer" verspätet sich mit der Fahrradübergabe. Dafür fährt er mich die 10 km mit seinem Auto samt Fahrrad zum Holthof.

 Als wir von der Straße auf einen Feldweg abbiegen, ahnen wir noch nicht, dass uns hinter der nächsten Biegung ein wunderschöner alter Hof, umgeben von alten Bäumen, erwartet.

 

Susann, die Gastgeberin des Seminarhauses „Holthof“ kommt uns auf dem kleinen Rondell vor dem Haus entgegen.
Sie führt mich durch den Hof, öffnet Türen zu den modern ausgestatteten Ferienwohnungen. Ich sehe frisches Blau und Weiß, in so vielen Schattierungen, die ausgezeichnet mit dem alten Holz harmonierten.

Der Holthof bietet Wald, Wiese, Wasser, Ruhe und frische Luft. Eine gute Küche, in der du dich selbst versorgen kannst, wann immer du Appetit verspürst. Freundliche Gastgeber. Und Betten, die einen tiefen, ruhigen Schlaf versprechen.

So viel Inspiration . . . ich bin begeistert. Auch wegen der Farben. . .

Lerchengesang am Morgen oder eine Radtour zur Ostsee, von der Du mit neuen Impulsen und Farbeindrücken wieder an die Leinwand zurückzukehrst.


Abfahrt Holthof. 13.30 Uhr. Sonnenschein und Windstille.

Susann winkt mir zum Abschied nach. Sie deutet vage in eine Richtung für den Rückweg. Sicher ist sie nicht. Hmm.
„Ich werde dir von meiner Pilgerreise berichten!“ rufe ich ihr lachend zu als ich mich auf das Rad von Herrn Lorr schwinge.

 Als hätte ich es geahnt, gleicht die Rücktour mit dem Rad tatsächlich einer Pilgerreise. Meine erste Station ist Rerik direkt an der Ostsee.

Danach gehts mit Gegenwind die ganzen 14 Kilometer parallel zur Ostsee gefühlt nur noch bergauf. Die Sonne brennt inzwischen auf meine blasse Großstadthaut.
An der ersten Weggabelung ohne Schilder sitzt zum Glück eine alte Dame. Sie scheint auf mich gewartet zu haben. Ich stelle die richtige Frage. Als ich mich beim Weiterfahren umdrehe und bedanken will, ist sie spurlos verschwunden. Hmm. . .

An der nächsten Weggabelung erlebe ich das selbe mit einem alten Mann. Danach fühle ich mich tatsächlich wie auf einer Pilgerreise mit all den Herausforderungen, Begegnungen und kleinen Siegen.

Total erschöpft aber geistig erfrischt erreiche ich eine Stunde später den Marktplatz von Neubukow. Ich stelle das Rad ab und schaue mich um. Auf einem Schild entdecke ich die Muschel als Symbol des Jacobsweges. Diese Strecke ist tatsächlich Teil des Jacobsweges und nennt sich Via Baltica...

 

Ankunft Bahnhof Neubukow. 16.30 Uhr. Die Sonne brennt noch immer. Der Wind hat nachgelassen.

Herr Lorr holt sein Fahrrad ab. Mein Zug kommt und ich kehre zurück nach Hamburg. Vedic Art hat einen Platz gefunden, um Kreativität mit Urlaub zu verbinden.


Termine

Vom 08. -12. Oktober 2018 findet der Vedic Art Basiskurs zum ersten Mal auf dem Holthof, bei Rerik an der Ostsee, statt.